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Unsere Identität

Alle wichtigen Fragen des 21 Jahrhunderts münden in die Frage nach der Identität. Egal ob es um die Asylkrise, das Fortbestehen der Europäischen Union, die Islamisierung Österreichs oder den Krieg in Syrien geht: All diese Krisen sind ein Ausdruck der Frage nach Identität. Umso wichtiger ist es zu wissen, was wir eigentlich unter Identität verstehen.

Unter Identität versteht man das Bewusstsein eines Menschen von sich selbst. Identität entsteht immer im Spannungsfeld von einem „Wir“, zu dem man selbst gehört, und dem „Anderen“. Ich kann nur wissen, wer ich bin, wenn ich auch weiß, wer ich nicht bin. Wir Identitäre unterscheiden zwischen der ethnischen und kulturellen Seite der Identität, sowie ihren drei Ebenen: der lokalen, nationalen und zivilisatorischen Ebene.

Wir betonen mit dem Rückgriff auf die beiden Seiten der ethnokulturellen Identität unser Recht auf Differenz und Einzigartigkeit. Wir haben aus der Geschichte Europas gelernt und wissen, dass es wichtig ist, sein Erbe zu verteidigen, um seine Identität bewahren. Wir sind Ethnopluralisten – wir wollen, dass alle Völker ihre Identität bewahren können und bekennen uns zur menschlichen Vielfalt. Wir wollen, dass unsere eigene Identität auch noch in hundert Jahren ein Teil dieser Vielfalt ist und Europa der Kontinent ist, in dem die Europäer leben. Als Ethnopluralisten lehnen wir jeglichen Rassismus ab – uns geht es um die Verteidigung des Eigenen, nicht um die Abwertung anderer Völker. Deswegen wenden wir Identitäre uns kategorisch gegen die Masseneinwanderung, Islamisierung und Amerikanisierung unseres Kontinents.

Die zwei Seiten der Identität stehen für uns gleichberechtigt nebeneinander: Während die ethnische Seite unsere Herkunft ist, die Gesamtheit unserer Vorfahren, stellt die kulturelle Seite der Identität die Einheit von Geschichte, Sprache, Brauchtum und Tradition dar, welche mehr als die Summe ihrer Teile ist. Wenn wir in diesem Zusammenhang von einer ethno-kulturellen Identität sprechen, dann stellen wir keine der beiden Seiten über die andere, sondern erkennen ihre Gleichwertigkeit an.

Die drei Ebenen stellen die kollektiven Bindungen der Menschen dar:

Auf der regionalen Ebene ist dies die Verbundenheit mit der Heimatstadt oder Region, beispielsweise Wien oder dem Burgenland. Dialekte, regionale Bräuche und Geschichte prägen diese Ebene der Identität im Besonderen.

Die nationale Ebene wiederum verkörpert die Bindung zu einem bestimmten Volk oder Staat. Das Bekenntnis zur nationalen Identität schließt dabei historisch gewachsene Minderheiten (etwa der Burgenlandkroaten oder Kärntner Slowenen) nicht aus, im Gegenteil. Denn wir lehnen auch den Nationalismus, der stets die Unterdrückung regionaler Identitäten und die Diskriminierung historischer gewachsener Minderheiten bedeutet, ab. In der nationalen Ebene der Identität sehen wir hingegen einen notwendigen Schutz für die Regionen und einer Einheit in Vielfalt derselben.

Die zivilisatorische Ebene (der Kulturkreis) stellt schließlich die höchste Ebene kollektiver Bindungen dar, welche politisch relevant sind. In unserem Falle ist es die europäische Zivilisation, deren germanisch-romanisch-slawisches Erbe, geprägt durch die griechisch-römische Antike und das christliche Mittelalter bis heute das Gesicht unseres Kontinents prägt. Nach zwei Weltkriegen und ihren katastrophalen Folgen für Europa, der Bedrohung durch Amerikanisierung und Globalisierung sowie die daraus resultierende Masseneinwanderung im Zuge des Großen Austausch, sehen wir Identitäre die Notwendigkeit einer gesamteuropäischen Zusammenarbeit. Dies bedeutet aber nicht, dass wir für den identitätsvernichtenden Einheitswahn der EU eintreten, für den die einzelnen Völker und Regionen Europas keinen besonderen Wert besitzen. Wir Identitäre setzen uns für ein in seiner Vielfalt geeintes Europa ein, das die regionalen und nationalen Identitätsebenen seiner Völker schützt.

Die drei Ebenen der Identität sind dabei aufgebaut wie eine Matroschka-Puppe: die jeweils weitergehende Ebene baut auf der vorhergehenden auf und wird durch sie ergänzt. Dabei lehnen wir Identitäre die Absolutsetzung einer einzelnen Ebene entschieden ab: Egal ob Separatismus, Nationalismus oder der bürokratische Vereinheitlichungswahn der EU – wird eine Ebene verabsolutiert, kommt es zu einer krankhaften Form der Identitätsbildung, die sich in einem Amoklauf gegen die beiden anderen Ebenen äußert. Wir Identitäre hingegen berücksichtigen alle drei Ebenen und haben erkannt, dass unsere Identität im fruchtbaren Zusammenspiel von Region, Nation und Zivilisation liegt.

 

 

Die Vision der Einen Welt, mit einem Weltmarkt, einer Weltzivilisation, einer Weltethik und einer Weltregierung, dürfte dem Menschen mehr rauben als sie ihm schenkt. Sie raubt ihm nicht zuletzt Freiheit, Heimat und Vielfalt. Schon heute breitet sich auf unserem Globus eine ebenso trostlose wie lebensfeindliche Einheitszivilisation aus. Der Traum vom Weltstaat ist ein Traum, der sich in der Realität eigentlich nur als Alptraum erweisen kann.

Norbert Borrmann, Dt. Autor

Nach unserer menschlichen Erfahrung und Geschichte … weiß ich, dass alles Wesentliche und Große nur daraus entstanden ist, dass der Mensch eine Heimat hatte und in einer Überlieferung verwurzelt war.

Martin Heidegger, Dt. Philosoph

Ich bekämpfe nicht die Identitäten der Anderen, ich bekämpfe das System, das unser aller Identität zerstört.

Alain de Benoist, Franz. Intellektueller

Ohne Heimat sein heißt leiden.

Fjodor Dostojewski, Russ. Schriftsteller